Das Bundesprogramm ist in eine dritte Programmphase gestartet.

Mit der Fortführung in den Jahren 2011 bis 2015 sollen die Beschäftigungschancen der älteren Langzeitarbeitslosen weiter verbessert werden. Für das Jahr 2011 wird angestrebt etwa 200.000 ältere Langzeitarbeitslose zu aktivieren und rund 65.000 Frauen und Männer in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

"Perspektive 50plus" bildet das Dach für bundesweit 78 regionale Beschäftigungpakte zur beruflichen Wiedereingliederung älterer Langzeitarbeitsloser. Dieses Modell hat sich etabliert. Mit Beginn der dritten Programmphase sind 421 Jobcenter und damit mehr als 95 Prozent aller Grundsicherungsstellen bundesweit am Bundesprogramm beteiligt. Von dieser Ausweitung profitieren alle Beteiligten, durch einen intensiven Erfahrungs- und Wissensaustausch auf der einen Seite und von neuen Impulsen und Ideen seitens der hinzugekommenen Grundsicherungsstellen auf der anderen Seite.

Das Bundesprogramm basiert auf einem regionalen Ansatz, der es den Beschäftigungspakten erlaubt, bei der Wahl der Integrationsstrategie gezielt auf die regionalen Besonderheiten einzugehen. Unterschiedliche Wege werden beschritten, um älteren Langzeitarbeitslosen eine faire Chance am Arbeitsmarkt zu bieten.

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Eine gute Einstellung: „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“

Das Bundesprogramm „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“ wurde im Oktober 2005 ins Leben gerufen und ist in allen Bundesländern vertreten. Es verfolgt das Ziel, die Beschäftigungsfähigkeit und Beschäftigungschancen älterer Menschen zu verbessern. „Perspektive 50plus“, ein besonders erfolgreicher Bestandteil der „Initiative 50plus“, ist ein Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Mit ihm werden 62 Beschäftigungspakte unterstützt und gefördert, die mit ihren Netzwerken und innovativen, an die regionalen Besonderheiten angepassten Ansätzen zur Wiedereingliederung älterer Langzeitarbeitsloser beitragen. Jeder Pakt kann so eigenverantwortlich Vermittlungsideen entwickeln oder Eingliederungsstrategien erproben sowie erfolgreiche Ansätze weiter ausbauen. Diese Freiheit und Flexibilität hat zu einer hohen Motivation und Kreativität in den einzelnen Pakten geführt.


Die erzielten Erfolge sprechen für sich: Während der ersten Programmphase (Oktober 2005 bis Ende 2007) wurden rund 80.000 Personen angesprochen. Mehr als jeder vierte Langzeitarbeitslose (genau: 22.562 Personen) konnte letztlich durch das Bundesprogramm „Perspektive 50plus“ in den allgemeinen Arbeitsmarkt zurückfinden. Im Jahr 2008, dem ersten Jahr der zweiten Programmphase, konnten 73.808 Langzeitarbeitslose aktiviert und 19.386 Frauen und Männer vermittelt werden.


2009 konzentriert sich das Programm auf die Förderung von Aspekten rund um die Schwerpunkte Gesundheit, Mobilität sowie fachliche und soziale Kompetenzen. Hiermit sollen die Leistungs- und Beschäftigungsfähigkeit der über 50-Jährigen gefördert und es soll der Vermittlungserfolg gesteigert werden. Das Ziel bis zum Ende des Jahres ist, über 86.000 Langzeitarbeitslose angesprochen und mehr als 26.000 Frauen und Männer in den allgemeinen Arbeitsmarkt integriert zu haben.

Die im Rahmen der Aktivitäten des Bundesprogramms „Perspektive 50plus - Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“ erzielten Ergebnisse zeigen deutlich, dass ältere Langzeitarbeitslose einen festen Platz auf dem Arbeitsmarkt haben. Denn neben Fachwissen bringen ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Werte mit, die in der heutigen Arbeitswelt wertvoll sind: Erfahrung, Flexibilität, Zuverlässigkeit und Loyalität. Und das auch in Zukunft.


Stand: Januar 2011


COOP[+]³ - Beschäftigungspakt Jena - wird im Rahmen des Bundesprogramms "Perspektive 50plus - Beschäftigungspakte in den Regionen" umgesetzt und dient der Erhöhung der Beschäftigungschancen älterer Langzeitarbeitsloser.